Aquarium für Axolotl einrichten: Bodengrund, Verstecke und Wasserwerte
Axolotl sind nachtaktive Lungenfische, die sich am Boden aufhalten. Das Aquarium muss deshalb vor allem eines bieten: einen weichen, gut gepufferten Untergrund und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Feiner Sand mit einer Körnung von 0 bis 2 Millimetern ist ideal, denn grober Kies kann beim Fressen verschluckt werden und den Darm verstopfen. Eine Schicht von fünf bis acht Zentimetern reicht aus, damit die Tiere graben können, ohne dass die Pflanzen entwurzelt werden. Auf scharfkantige Dekoration aus Kunststoff oder Metall sollte man verzichten, da die empfindliche Haut der Axolotl leicht verletzt wird.
Verstecke sind nicht optional, sondern notwendig. Axolotl reagieren auf helles Licht gestresst und ziehen sich tagsüber zurück. Halbhöhlen aus Ton, Wurzeln oder PVC-Röhren, die keine Weichmacher abgeben, eignen sich gut. Wichtig ist, dass die Höhlen groß genug sind, damit das Tier sich vollständig darin umdrehen kann. Wer sich unsicher ist, welche Beleuchtung den Tieren nicht schadet, findet unter Axolotl Aquarium Beleuchtung eine ausführliche Anleitung. Eine schwache LED-Leuchte mit Tageslichtspektrum und einer Beleuchtungsdauer von sechs bis acht Stunden genügt, um Pflanzen am Leben zu halten, ohne die Tiere zu reizen.
Die Wasserwerte entscheiden über die Gesundheit der Axolotl. Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 8,0 liegen, die Karbonathärte zwischen 3 und 8 Grad dKH. Die Wassertemperatur darf 20 Grad Celsius nicht überschreiten, optimal sind 16 bis 18 Grad. Ein Kühler oder zumindest ein gut belüfteter Raum sind im Sommer Pflicht. Ammoniak und Nitrit müssen bei null liegen, Nitrat unter 20 Milligramm pro Liter. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel von 20 bis 30 Prozent hält die Werte stabil. Gefiltert wird am besten mit einem leistungsstarken Außenfilter, dessen Auslass so gedrosselt wird, dass keine starke Strömung entsteht.
Axolotl vertragen keine Vergesellschaftung mit Fischen, die ihnen die Kiemen abknabbern oder das Futter wegfressen. Schnecken und Garnelen werden oft gefressen. Wer mehrere Tiere hält, braucht ein Becken mit mindestens 100 Litern pro Axolotl und einer Grundfläche von 80 mal 40 Zentimetern für ein Paar. Eine dichte Bepflanzung mit robusten Arten wie Anubias oder Javafarn schafft zusätzliche Deckung. So eingerichtet, zeigen Axolotl ihr typisches Verhalten: ruhiges Lauern am Boden, gelegentliches Aufsteigen zum Luftholen und eine Lebenserwartung von über zehn Jahren.