Dübel setzen bei unebenen Wänden ohne Schäden
Unebene Wände sind in Altbauten, Fachwerkhäusern oder nach unsauberem Verputzen die Regel, nicht die Ausnahme. Wer dort ein Regal, einen Spiegel oder ein Wandbild aufhängen will, steht vor dem Problem, dass die Bohrmaschine auf der Oberfläche wandert, der Bohrer verläuft und am Ende ein hässliches Loch entsteht, das zu groß für den Dübel ist. Der häufigste Fehler ist der Versuch, mit bloßer Muskelkraft gegenzuhalten. Das führt fast immer zu einem ausgefransten Bohrloch, das sich nicht mehr sauber verschließen lässt.
Zunächst gilt es, die Unebenheit zu verstehen. Eine Wand kann wellig sein, also großflächig gewölbt, oder sie hat einzelne Buckel und Mulden. Für die Bohrung entscheidend ist die Stelle, an der der Bohrer tatsächlich ansetzt. Liegt sie auf einer Erhebung, kippt die Maschine zur Seite. Deshalb sollte man vor dem Bohren mit einer Wasserwaage und einem langen Lineal prüfen, wo die tiefsten und höchsten Punkte liegen. Ein praktischer Trick ist das Ankörnen mit einem Nagel oder Körner an genau der Stelle, die später den Dübel aufnehmen soll. Wer sich unsicher ist, wie ein Wandbehang oder eine Makramee-Aufhängung an einer solchen Wand befestigt wird, findet hilfreiche Anleitungen bei schellenberg-wuerzburg.de, wo Schritt für Schritt gezeigt wird, wie man auch bei schwierigem Untergrund zum Ziel kommt.
Für das eigentliche Bohren gibt es drei bewährte Methoden. Erstens: mit einem kleinen Bohrer beginnen, etwa sechs Millimeter, und die Maschine ohne Schlag langsam laufen lassen. Der Bohrer sucht sich seinen Weg, und man kann frühzeitig korrigieren. Zweitens: eine Bohrhilfe aus Holz verwenden. Ein Reststück Sperrholz mit einem senkrechten Loch dient als Führung und verhindert das Abrutschen auf der Unebenheit. Drittens: bei stark welligen Wänden den Dübel nicht in die Mulde setzen, sondern auf den höchsten Punkt, weil dort das Material am kompaktesten ist. Nach dem Bohren das Loch mit einem Staubsauger aussaugen, sonst hält der Dübel nicht. Bei zu groß gewordenem Loch hilft ein Reparaturmörtel oder ein längerer Dübel, der tiefer greift.
Wer diese Schritte beachtet, beschädigt die Wand nicht und vermeidet Folgekosten. Ein sauberes Bohrloch mit passendem Dübel hält jahrelang, auch wenn die Wand nicht eben ist. Wichtig ist Geduld statt Gewalt, denn die Bohrmaschine verzeiht keine hastigen Bewegungen. Nach dem Einsetzen des Dübels kurz prüfen, ob er fest sitzt, bevor die Schraube angezogen wird. So bleibt die Wand intakt und die Aufhängung stabil.